{"id":89,"date":"2020-04-28T19:15:38","date_gmt":"2020-04-28T19:15:38","guid":{"rendered":"http:\/\/vsgross-schoenau.ac.at\/wordpress\/?p=89"},"modified":"2020-04-28T19:15:38","modified_gmt":"2020-04-28T19:15:38","slug":"chronik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vsgross-schoenau.ac.at\/wordpress\/?p=89","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"\n<p>Wie in alten Handschriften zu lesen, war Gro\u00dfsch\u00f6nau im 12. Jahrhundert unter dem Kuenringer Hadmar II seelsorglicher, wirtschaftlicher und politischer Mittelpunkt von 21 Siedlungen. Es ist mit gr\u00f6\u00dfter Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass schon damals Bildung in einfachster Form in \u201ePfarrschulen\u201c vermittelt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Das \u00e4lteste Grundbuch der Herrschaft Rastenberg um 1500 begonnen, verzeichnet in Gro\u00dfsch\u00f6nau unter einer Eintragung aus der Mitte des 16. Jahrhunderts bei einem Kleinhaus den \u201e Schulmeister\u201c als Inhaber, jedoch ohne dessen Namen zu nennen. Es befand sich ungef\u00e4hr dort, wo heute das Haus Nr. 5 schr\u00e4g gegen\u00fcber der Kirche steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Visitationsbericht von 1590 wird ein Schulmeister erw\u00e4hnt, allerdings auch nicht namentlich. Von diesem wird berichtet, dass er \u201esubutraque\u201c ( unter beiden Gestalten Brot und Wein ) kommuniziere, also dem Protestantismus nahe stand.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst 1636 wird erstmals ein Schulmeister zu Gro\u00dfsch\u00f6nau namentlich genannt, als n\u00e4mlich&nbsp;<strong>Hans Pfeiffer<\/strong>, der \u201e alt Schulmeister\u201c seine Hofst\u00e4tte verkauft. ( Archiv Rastenberg )<\/p>\n\n\n\n<p>Interessant ist, dass in den Jahren 1680 -1698 in den Kirchenmatriken ohne Unterbrechung ein Johann Fasching aufscheint, vorher genannt Johann Masopust, dem man seinen urspr\u00fcnglich tschechischen Namen kurzweg in \u201e Fasching\u201c \u00fcbersetzt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>1746 wird ein Umbau des \u201ealten Schulhauses\u201c erw\u00e4hnt, zu dem die eingepfarrten Orte einen Beitrag leisten mussten.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die Josephinische Fassion der Jahre 1786\/87 die Schule als Haus Nr. 45 beschreibt, begann die Pfarrgemeinde ein Jahr sp\u00e4ter mit dem Neubau, der 1793 vollendet war ( Nr. 49).<\/p>\n\n\n\n<p>1843 wurde das Schulgeb\u00e4ude zu einer zweiklassigen Schule erweitert und aufgestockt.<\/p>\n\n\n\n<p>1869 wurden die Patronatsschulen ( f\u00fcr Gro\u00dfsch\u00f6nau Stift Zwettl ) in \u00f6ffentliche Schulen um- gewandelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiters wurde die Lehrerbesoldung geregelt, die Schulgemeinden wurden festgesetzt und die allgemeine Schulpflicht wurde gesetzlich eingef\u00fchrt. Damals entstanden auch neue Titel.<\/p>\n\n\n\n<p>1882 wurden 219 Sch\u00fcler in 2 Klassen unterrichtet. ( Vormittags-und Nachmittagsunterricht).<\/p>\n\n\n\n<p>1884\/85 begann man mit dem Umbau der Schule auf die heutige Gr\u00f6\u00dfe ( jetziges Gemeindeamt ).<br>In Gro\u00dfsch\u00f6nau gab es schon 1890 die erste weibliche Lehrkraft namens Josefine Schober.<br>Diese mussten sich verpflichten w\u00e4hrend der Zeit ihrer Dienstleistung nicht zu heiraten.<\/p>\n\n\n\n<p>1892 wurde die Schule dreiklassig und eine dritte Lehrkraft wurde zugebilligt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Schuljahr 1900 brachte mit 237 Sch\u00fclern einen absoluten Rekord an Sch\u00fclerzahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Man schaffte Turnger\u00e4te an und das M\u00e4dchenturnen wurde eingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1911 wurde das Schulhaus mit Ziegeln gedeckt und eine vierte Klasse eingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend des 1. Weltkrieges trugen die Lehrerinnen die Hauptlast des Unterrichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 1. Okt. 1919 wurde der ungeteilte Vormittagsunterricht eingef\u00fchrt, das hei\u00dft der Nachmittagsunterricht abgeschafft. Die Lehrerinnen durften von nun an heiraten.<\/p>\n\n\n\n<p>Personelle Schwierigkeiten und Differenzen mit der Bev\u00f6lkerung im Jahr 1923, die vor allem auf politische Ursachen zur\u00fcckzuf\u00fchren waren, brachten eine vollst\u00e4ndige Erneuerung des Lehrk\u00f6rpers und so \u00fcbernahm im Herbst 1923 der neu ernannte Oberlehrer Rudolf Vatter die Leitung der Schule.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Mai 1940 r\u00fcckte Oberlehrer Vatter ein und Elise F\u00f6derl \u00fcbernahm die Leitung der Volksschule.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Schuljahr 1945 begann mit der prov. Leitung von Frau Lehrerin Maria Vatter, der Gattin, des sich in Kriegsgefangenschaft befindlichen Oberlehrers.<\/p>\n\n\n\n<p>1957\/58 \u00fcbernahm vor\u00fcbergehend der Volksschullehrer Helmut Seybold die prov. Leitung der Schule.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit 1. Mai 1958&nbsp;wurde Josef Tomaschek zum definitiven Schulleiter ernannt.<\/p>\n\n\n\n<p>1958 wurden die Pflichtsprengel festgelegt.<br>Ab dem Schuljahr 1971\/72 wurde die Durchf\u00fchrung der Sch\u00fclerfreifahrten und der Gratisschulbuchaktion beschlossen..<\/p>\n\n\n\n<p>Am 4. Sept. 1978 wurde die Schule erstmals wieder zweiklassig.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schulversuch \u201e Vorschulenglisch\u201c wurde in der 3. + 4. Schst. eingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>1978 nahm der eingruppige, neu erbaute Kindergarten seinen Betrieb auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 29.11.79 starb VS Dir. Josef Tomaschek v\u00f6llig \u00fcberraschend und Josef Bruckner wurde mit der Leitung betraut.<\/p>\n\n\n\n<p>1982 wurde die Schule mit einer Hackschnitzelheizung ausgestattet.<\/p>\n\n\n\n<p>1992 wurden die Volkschule und das BETZ mit Turnsaal in der Harmannsteinerstra\u00dfe neu erbaut.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Im Schuljahr 2010\/11&nbsp;\u00fcbernahm Anna Bruckner&nbsp;die Leitung der VS Gro\u00dfsch\u00f6nau.<br>Von Sept. \u2013Dez. 2011 betraute man den&nbsp;Direktor der Volksschule Weitra Franz Zeilinger&nbsp;&nbsp;vor\u00fcbergehend mit der Leitung der Volksschule Gro\u00dfsch\u00f6nau.<\/p>\n\n\n\n<p>Von 1. J\u00e4nner 2012 bis zum 31. August 2019 wurde die Volksschule Gro\u00dfsch\u00f6nau von VD Elfriede Rein\u00f6hl-Murth, gemeinsam mit der VS Weitra, geleitet. <\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem 1. September 2019 wurde Petra Zimmermann-Moser, BEd mit der Leitung beider Schulen betraut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie in alten Handschriften zu lesen, war Gro\u00dfsch\u00f6nau im 12. Jahrhundert unter dem Kuenringer Hadmar II seelsorglicher, wirtschaftlicher und politischer Mittelpunkt von 21 Siedlungen. 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